Parkplatz Buronlifte bei Nesselwang > Wertach > Haslach > Römerbrücke > Staudamm > P. Buronlifte

(16 Km / 45 Hm↑)

Text & Fotos: André-S. Niedzielski


Klein aber f….! Genau die richtige Bezeichnung für den Grüntensee im Ostallgäu,  in der Nähe von Nesselwang.   Über dem See und von überall in der Gegend sichtbar, der Berg, der dem See seinen Namen verliehen hat: der Grünten, “Wächter des Allgäus“, 1738 Meter hoch, überladen von verschiedensten Antennen, eben deswegen, weil die Region dahin schauen kann…und umgekehrt!

Um den See herum, ein Rad-und-Wanderweg mit einzelnen Highlights für die Kamera. Kurz nach Nesselwang in Richtung Wertach, trifft man auf das Freigelände der Buronlifte, das außer einer recht farbenfrohen Anlage, über einen für den Besucher adäquaten Parkplatz verfügt (2€/Tag). Viel Platz zum Auspacken und das Fahrrad tourenfertig zu richten.

Nesselwang – Hauptstrasse

 

Skiabfahrttrasse am Buron

 

 

 

 

 

Denn von da aus geht ein schmaler Weg direkt hinunter zum Seeufer, wo man buchstäblich in einer anderen Welt landet. Ruhige Lage in einem Wäldchen unmittelbar am Wasser, zahlreiche kleine Buchten mit einer betont idyllischen Note!

Fahrrad….

 

 

…und Wanderweg

 

 

 

 

 

Der Rad-und-Wanderweg, so heißt er offiziell ist breit genug für Fahrräder und Passanten, folgt eng den Seewindungen und lässt immer wieder malerische Ecken zwischen Gebüsch und Wasserfläche entdecken. Es ist kein Radweg für den eiligen Radfan, vielmehr geeignet für eine ruhige leichte Tour mitten in einer grünen Oase, wo Wald und See miteinander harmonieren. Sich Zeit nehmen ist hier die Devise!

Grüntensee und Grünten

Nach der Passage am Grüntensee, folgt eine dynamische Alternative  an der Wertach entlang, das Flüsschen das den See mit Wasser versorgt. Das Wasserplätschern, einige dicke Forellen auf der Pirsch, aufgescheuchte Flugenten…die Natur ist noch wertvoll  in dieser Allgäuer Ecke!

Infotafel….

….und echt!

 

 

 

 

 

Und plötzlich taucht man aus dem frischen Wald heraus, zunächst überrascht von der Wärme und dem blendenden Licht eines sommerlichen Septembertages.

 

….sorry!

 

 

Der Radweg verlässt den angenehmen Schutz des bewaldeten Bachufers und zieht geradeaus an der Hauptstraße entlang nach Wertach, kleine Ortschaft  von ca.2.500 Einwohner, die zwischen Tourismus, Milch-und Forstwirtschaft sowie Handwerk, mitten im prächtigen Panorama der Oberallgäuer Voralpen den passenden  Ausgleich gefunden hat.

915 m ü.M –  höchstgelegene Marktgemeinde Deutschlands

 

Milchwirtschaft und Betriebe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach dem Ortsbereich führt der Naturweg erneut in Seenähe und lässt den Blick auf  eine weite Landschaft aus tiefgrünen Wiesen frei. Auf der rechten Seite eine aparte Kapelle, die katholische Sankt Sebastian Kapelle, „die kleine Wieskirche“, 1512 erweitert und 1763 neu errichtet nach den Plänen von Dominikus Zimmermann, Baumeister der berühmten Wieskirche bei Steingaden.

Katholische St. Sebastian Kapelle

Später kommt man in die (laute) Nähe der Hauptstraße die einerseits die alpinen Regionen um Jungholz und andererseits die Stadt Immenstadt verbindet.

Zwischen Wertach und Haslach

 

Haslach, der Bahnhof

 

 

 

 

 

 

 

Bald kommt Haslach, kleines Dorf mit einigen Häusern an der Straße, Pensionen, Lagerhallen…und ein Bahnhof auf der Strecke nach Kempten.

Lange, genussvolle Abfahrt auf einem breiten asphaltierten Weg zur Landschaftsschutzgebiet Wertach Schlucht, „Dohle“ genannt nach dem altdeutschen Wort für  Enge und der massiven steinernen Brücke. Bereits von den Römern erbaut auf einer Nebenstraße der Via Claudia Augusta zwischen Kempten (Cambodunum) und Reutte in Tirol.

Die Römerbrücke

Gleich nach der Brücke rechts hinab, führt der Radweg  wiederum an der Wertach entlang in einem zauberhaften einsamen Tal bis zur etwa 18 Meter hohen Staumauer des Grüntensees. Mit Mühe am Dammscheitel angelangt, bekommt man einen beachtenswerten Panoramablick über die breite  Seefläche, die einheitlich grüne  Hügellandschaft und im Hintergrund den dominanten Grünten   zu bewundern.

Grüntensee Ausblick

Runter zum Seeufer und Abschluss der Radrunde bis zur Talstation der Buronlifte, nicht ohne die letzten Kilometer Uferweg im Abendlicht zu genießen.

„Pfiete“ Grüntensee-Rundweg

Fazit: Gemütliche Radtour mitten in einer typischen Allgäuer Landschaft, die vor allem nahe am See und am Fluss Wertach mit malerischen Impressionen beeindrucken kann.

 

http://www.meine-velotouren.de/zehn-seen-auf-einen-streich-eine-allgaeu-radtour/

http://www.meine-velotouren.de/auf-dem-weg-zum-bodensee-der-argentalradweg/

http://www.meine-velotouren.de/im-allgaeu-der-radweg-um-den-forggensee/