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Radtouren eines Senioren

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MADAU IN DEN TIROLER ALPEN

 

Elmen (Lechtal)   >    Bach    >    Madau    >    Bach   >  Elmen

Das Ziel

(48 km    /    436 Hm↑ = Höhenmeter)

Text & Fotos: André-S. Niedzielski

 

 

Zunächst mit dem Wagen am Lech entlang, flussaufwärts bis Elmen, ca.25 km vom Tiroler Hauptort Reutte entfernt: ein freier Parkplatz, ideal um in den sonnigen Sommertag mit einer Radtour zu starten! Von Elmen aus geht es wenige Kilometer auf flacher Strecke bis nach Bach. Eine stark touristisch geprägte Ortschaft  am Lech. Linksseitig geht dann eine schmale Straße, am Alperschonbach entlang, in Richtung Süden. Der Weg, hier noch asphaltiert, ist eigentlich den Bewohnern von Madau, ein Weiler mitten in den Bergen auf 1309 Meter Höhe, reserviert. Der Ort liegt ziemlich einsam in der Bergwelt, sodass allmählich die Landflucht eingesetzt hat und nun angeblich nur noch ein einziger Einwohner offiziell angemeldet ist: der Wirt des Gasthauses am Platz.

Der Lech

Einzelne Radwanderer benutzen ebenfalls die Straße die gleich über zwei bis drei Kilometer stark bergauf geht und  bis 10% Steigung erreichen kann. Die meisten Radfahrer, die ohne elektrische Unterstützung unterwegs sind, schieben vernünftigerweise ihr Rad… ich natürlich auch, zumindest bis zu einem malerischen kleinen Friedhof am Straßenrand, der nicht da steht für die Radfahrer als Opfer des scharfen Anstiegs, sondern symbolisch für die Unfallopfer bei Forstarbeiten oder Lawinenunglücken.

Bach, Dorfplatz

Tiroler Gasthaus

Weiter, nach dieser unerwarteten Begegnungstelle, läuft die Straße , die jetzt eher ein Weg ist, vorübergehend flacher. Mit einer passenden Gangschaltung kommt man jetzt schneller voran in Richtung Madau und dort zur freundliche Gaststätte „Bei Hermine“.

Erster Anstieg…mit Aussicht!

Scharf am Abgrund

 

 

 

 

 

 

 

Der Anblick entlang der Strecke ist beeindruckend, beidseits des Tales Bergmassive bis in die Tiefe. Ganz unten, der brausende Bach und über die Berggipfel der dunkelblau leuchtende Himmel. Der Weg frisst sich in die Steinwand. Es sollte einem nicht schwindelig werden, weil mehrere Abschnitte nah am Abgrund stehen und das ohne irgendeine Absicherung. Die Radfahrer bleiben vorsichtig und fahren beim Aufstieg schön rechts. Aber bei der Abfahrt eher nicht, immer an der Wand entlang und weg vom Abgrund! Zum Glück, wenig Verkehr…

Waldgeist…bringt Glück

 

 

 

 

 

 

 

Kurzfristig wird der Weg steinig und nass. Spontanquellen, durch die letzten Regentage verursacht, überschwemmen Teile davon und man braucht unbedingt das passende Gefährt, z.B. ein Mountainbike sowie etwas Raderfahrung um die Stellen ohne Gefahr zu überwinden.

Der Anstieg ist jetzt machbar und es gibt dazwischen flache Streckenabschnitte wo man sich erholen und schneller fahren kann.

 

In der Mitte der Strecke eine waghalsige Holzbrücke über mehrere Wildbachwasserfälle mit lautem Getöse. Die Konstruktion kann nur Bewunderung und Respekt gegenüber dem Erbauer dieser Straße hervorrufen.

 

Enge Passage

Es folgen noch einige Waldabschnitte und erneut eine Brücke über einen Wildbach. Danach geht es wieder bergauf und man kann zeitweise  bereits das Ziel der Radwanderung zwischen den Büschen am Weg ausmachen: der Weiler Madau, zwei oder drei kleine Häuser und ein größeres Wirtshaus. Madau gehört erstaunlicherweise zur Gemeinde Zams am Inn, das liegt im Herzen Tirols und weit von hier. Die einzige Verbindung: der Europäische Wanderweg Nummer 5, der E5.

Wilde Landschaft

 

Lawinenkegel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach einer verdienten Pause mit kleinem Imbiss und einem mächtigen alkoholfreien Weizenbier, folgt  die lange, kontrollierte aber genussvolle Abfahrt als Krönung einer unvergesslichen Radtour mitten in einer gewaltigen und außergewöhnlichen Landschaft.

 

…angekommen

Fazit:eine bergige Radtour mitten in einem spektakulären alpinen Rahmen die jedoch eine gewisse Fitness, Fahrrad können und hochwertige Ausrüstung voraussetzt.

http://www.meine-velotouren.de/auf-dem-lechradweg-in-tirol/

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